Architektur
SemDAV basiert auf dem Client/Server-Paradigma, welches eine klare Aufgabentrennung zwischen den beteiligten Komponenten impliziert. Selbstverständlich ist es möglich, sowohl den Client als auch den Server auf derselben physischen Maschine zu betreiben. Beispielsweise kann eine Instanz auf dem persönlichen PC eines Benutzers installiert werden, in welcher der Benutzer private Daten ablegt. In Projektumgebungen kann eine gemeinsame Instanz betrieben werden; der SemDAV Client ermöglicht es, alle bekannten Instanzen gleichzeitig anzusprechen und zu durchsuchen.
Das SemDAV-Repository kann nicht nur zur Speicherung von Daten und Metadaten verwendet werden, sondern bietet auch die Möglichkeit, Aufgaben wie Feature Extraction, Backup, Indizierung usw. durchzuführen. Außerdem können externe Drittsysteme angebunden werden. Die Daten aus diesen Systemen werden integriert und einem SemDAV-Client transparent zur Verarbeitung zur Verfügung gestellt. Die Client/Server-Architektur ermöglicht es außerdem, entsprechende Security- und Access-Control-Mechanismen anzuwenden.
Die Client-Komponente fungiert als Mediator zwischen dem Benutzer bzw. einer Applikation einerseits, und SemDAV-Repositories andererseits. Die Details des SemDAV-Protokolls werden somit hinter einer einfach zu verwendenden API verborgen. Eine Anwendung muss dadurch niemals Queries konstruieren oder RDF-Graphen manipulieren.
Der Semplorer ist die erste Applikation, die auf SemDAV aufbaut. Mit diesem Interface kann der Benutzer den gesamten Inhalt eines Repositories durchsuchen und manipulieren. Attribute, Tags, Beziehungen und Kategorien können durch einfache Drag-und-Drop-Operationen hinzugefügt oder geändert werden. Der Semplorer demonstriert, wie die nächste Generation von Systemen zur Verwaltung von unstrukturierten Daten aussehen und funktionieren kann.
